Die Farbradierung in Hayter Technik (ist eine Kombination von Hoch- und Tiefdruck)
1957 druckte der Engländer Stanley William Hayter (1901-1988) in Paris erstmals eine Farbradierung mit einer Platte und in einem Druckvorgang. Das heißt: es wird mit einer harten und einer weichen Walze und in ihrer Viskosität (Fließfähigkeit) durch beigemischtes Öl variierenden Farben gearbeitet. So wird erreicht, dass die Farben beim Auftragen auf die Platte (Zink oder Kupfer) jeweils unterschiedlich tief in die vorher geätzten Strukturen eindringen können. Dadurch ergibt sich keine Überlagerung der Farben, sondern ein Nebeneinander, weil die Farben auch nicht ineinander verfließen können. Interessante Farbsegmente entstehen. Für den Betrachter ergeben sich von Weitem neue Farbtöne, bei näherer Betrachtung lösen sich diese in fein gepunktete verschiedenfarbige Flächen auf. Für jeden Abzug (Radierung) müssen alle Arbeitsgänge (Reinigen der Platte, Einfärben, Drucken) wiederholt werden. Da bereits kleinste Abweichungen, z.B. bei der Viskosität, ein unterschiedliches Druckbild ergeben, ist jeder Abzug ein Unikat.
In Hayters legendärem Atelier 17 in Paris experimentierten Maler und Bildhauer wie Pablo Picasso, Joan Miró, Henry Moore, Max Ernst, Alberto Giacometti und andere Künstler.
Veronika Flesch, Gründerin des Kunstvereins ha vier in Starnberg, hatte von Hayter den Auftrag erhalten, die bei ihm erlernte Drucktechnik in Deutschland zu verbreiten. 1988 gründete sie den Kunstverein ha vier e.V., woraus 1989 die „Künstlergruppe ha vier“ hervorging.





Veronika Flesch
Margrit Hefft-Michel
Peter Kadrmas
Peter Luther
Loneliese Schäfer
Elfie Vaillant
Veronika Zacharias








